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Von Babymoon bis Kidfluencer – ein MUSS für moderne Eltern?

By March 21, 2019 No Comments

Wer 2019 schwanger ist, hat es wirklich nicht leicht. Und damit sind nicht die Wehwehchen wie Übelkeit oder bleierne Müdigkeit gemeint, die mit so gut wie jeder Schwangerschaft einhergehen. Nein, es geht um wichtige Entscheidungen, die werdende Väter und Mütter treffen müssen: Soll unser Kind ein Kidfluencer werden? Wen laden wir zur Gender-Reveal-Party ein? Ach, und wann macht Mama eigentlich Babymoon? Baby, was? Nie gehört? Ging uns ähnlich. Deshalb habe wir mal genauer hingesehen und eine Reihe von Trends aus dem Babykosmos gefunden.

Willkommen in der Welt der Kidfluencer

Dass Markenbotschafter auf Instagram heute Influencer heißen, weiß doch mittlerweile jedes Kind. Und genau um die geht es auch bei einem Trend, der – wieder einmal – in den USA zu beobachten ist. Da haben jetzt schon ungeborene Babys einen Instagram-Account, Vierjährige haben 203.000 YouTube Follower und verdienen 20.000 Dollar für einen (!) Instagram Post. Natürlich stecken immer die Eltern dahinter, nicht selten selber „Internet-Stars“ und ohne Skrupel, was das Zeigen und Vermarkten ihres Nachwuchses angeht. Und die Kleinen kennen es ja nicht anders von Mama und Papa. Da heißt es dann nicht mehr: „Ich werde Zahnärztin, wie Mama“, sondern „Ich will Influencer werden.“ Ach, was heißt „werden wollen“? Die kleine Samia ist es mit ihren vier Jahren bereits, von Kim Kardashians fünfjähriger Tochter kursiert aktuell ein Video, in dem sie eher wie eine Erwachsene auftritt und somit ihrer berühmten Mutter zu noch mehr medialer Aufmerksamkeit auf Facebook und Instagram verschafft.

Karl oder Karla? Gender Reveal Partys sind in Deutschland immer beliebter

Wo wir gerade bei Instagram sind: Habt ihr denn schon das Video eurer Gender Reveal Party hochgeladen? Wie, noch nicht? In Amerika scheint dieses Fest mittlerweile fast genauso wichtig zu sein, wie der erste Geburtstag des Kindes. Eine Vertrauensperson der zukünftigen Eltern lässt sich vom Frauenarzt das Geschlecht des Babys verraten – die Eltern wissen von nichts. Mit großem Tamtam wird dann die Verkündung im Beisein von Freunden und Verwandten und natürlich der Eltern zelebriert: Da kommen rosafarbene oder blaue Ballons aus einer Kiste, da werden Ballons mit einer Nadel zerstochen und blaues oder pinkfarbenes Pulver ergießt sich über die Eltern. Auch sehr beliebt: Kuchen und Cakepops mit eingefärbtem Teig. Alle Gästen beißen gleichzeitig hinein und brechen anschließen in euphorische „It´s a boy!“ oder „It´s a girl!“ Rufe aus. Und ganz wichtig: die Aktion filmen (lassen) und ab auf Instagram.

Nicht vergessen: Vor Honeymoon kommt Babymoon

Eine Schwangerschaft ist kein Spaziergang. Gewichtszunahme, ständiges Zwicken hier und da. Gleichzeitig genießen viele Frauen die „Ruhe vor dem Sturm“, vor allem, wenn sie das erste Mal Nachwuchs erwarten. Da bietet sich der Babymoon an. Die Bezeichnung Babymoon stammt vom englischen Begriff Honeymoon, übersetzt Flitterwochen. Bedeutet also, dass nicht nur die heißbegehrte Hochzeitsreise, sondern auch eine Reise während der Schwangerschaft mindestens genauso traumhaft schön werden kann. Viele Hotels und Wellnesressort haben diesen Baby-Trend erkannt und bieten entsprechende Pakete und Arrangements an.

Heute haben wir keine Zeit – das Baby muss zum Floating

Düsseldorf ist um eine Attraktion reicher: Zwei Gründerinnen eröffneten dort jetzt das erste Baby-Spa Deutschlands. Andere Mütter nehmen sich für eine kurze Auszeit einen Babysitter, hier werden Babys und Mamas gleichzeitig verwöhnt. Floating für die Kleinen oder exklusive Babymassage gehören genauso dazu, wie die minimalistische, skandinavische Einrichtung? Ob das den Babys gefällt? Das wissen wir nicht, aber die Zahlen sprechen wohl für sich. Das Konzept ist so erfolgreich, dass demnächst Filialen in Hamburg und Bielefeld folgen.

Uns brennen die Fragen unter den Nägeln: Brauchen wir das alles? Sind das überflüssige Entwicklungen oder ganz normale Trends unserer Zeit, die durch Instagram & Co. noch verstärkt werden? Schreibt uns gern Eure Meinungen und Erfahrungen mit vielleicht noch absurderen Baby-Trends in die Kommentare.


Bildnachweis: Kelvin Octa, CC0 Creative Commons via Pexels.com

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