Portraits

Im Portrait: „Die Kunst, den Alltag zu feiern“

By September 14, 2015 No Comments

Papagena, unsere Bloggerin der Woche, schreibt in ihrem Blog „Die Kunst, den Alltag zu feiern“ über ihren täglichen Familienalltag und bezeichnet sich selbst auch gerne als Aus-dem-Bauch-Hobbyknipserin, Schreinermeister-Gattin und Bürotussi, Kosmetikerin, Gärtnerin, Köchin, Familienmanagerin, Geschichten-Vorleserin, Einkäuferin, Bloggerin, glückliche Hausherrin im Eigenheim, Träumerin, Gruselfilmguckerin, Krankenpflegerin, Geburtstagsparty-Planerin, nostalgische Briefschreiberin, ehemalige Waldorfschülerin, Kinderküsserin, Fotoalbum-Kleberin und und und… 😉 Erfahrt hier mehr über Papagena im kompletten Interview!

Alter: 42
Wohnort: Oberbayern
Familiäre Situation: verheiratet, 2 Kinder
Beruf: Büroarbeiten für die Schreinerei des Liebsten, Hausfrau, Mutti, Hunde-Dompteurin, Gärtnerin, Geschichtenvorleserin, Hobbyfotografin, Köchin, Krimi-Leserin und und und
Vorname und Alter deiner Kinder: Herr Sohnemann (10) / Fräulein Tochter (12)

Über Papagena

Was machst du beruflich (außer Bloggen)?

Ich erledige sämtliche Büroarbeiten für die Schreinerei meines Mannes, Angebote, Rechnungen und Buchhaltung.

Wie sieht dein typischer Arbeits-/Bloggeralltag aus?

Puh, den typischen Alltag gibt es eigentlich hier gar nicht. Normalerweise beginnt der Tag mit Frühstück und Schulvorbereitungen mit den Kindern, anschließend eine Gassirunde mit dem Hund, und dann Einkauf und Haushalt. Mittags gibt es warmes Essen, da Ehemann und Kinder zum Essen heim kommen. Erst am Nachmittag findet sich meistens Zeit, Bürokram zu erledigen und evtl. einen Blogeintrag zu verfassen, Fotos zu bearbeiten, Mails zu beantworten oder auch einfach nur in anderen Blogs zu stöbern.

Hattest du selbst als Kind einen Babysitter oder eine Nanny?

Ja, wir waren als Kinder zu fünft daheim und hatten teilweise Aupair-Mädchen, die meine Mutter unterstützten.

 

Papagenas Blog

Wie entstand die Idee zu deinem Blog?

Eine sehr gute Freundin wanderte mit ihrem Mann und Baby 2009 nach Kanada aus und hielt uns damals mit lustigen Blogeinträgen auf dem Laufenden. Das fand ich so toll, dass ich ebenfalls ein Blog ins Leben rief und anfing, zu schreiben. Meine Freundin hörte irgendwann leider wieder auf, während ich heute noch blogge.

Wie lange existiert dein Blog schon?

Seit Juni 2009

Was möchtest du deinen Lesern mit deinem Blog vermitteln?

Ich hoffe, meinen Lesern eine entspannte Sicht auf den Alltag zu vermitteln und durch Text und Bildmaterial den Blick für die Schönheit im Alltagsleben zu schärfen. Außerdem möchte ich gerne Mut zur Unperfektheit machen, indem ich versuche, authentisch und ungeschönt über mein Leben und meine Gedanken zu schreiben.

Welchen Rat würdest du deinen Lesern im Leben geben? 

Das käme ganz darauf an, wie die Frage lauten würde. Ich versuche es zu vermeiden, ungefragt Ratschläge zu verteilen.

Was inspiriert dich?

Alles! Musik, Farben, Landschaften, Jahreszeiten, Menschen, Kinder und ihre Sicht auf die Welt, Gerüche, gutes Essen, Urlaubsreisen, Filme, Bücher, Fotografien, Zitate…

 

Rund um’s Leben

Wie gestaltet sich bei dir zu Hause die Aufteilung der Hausarbeit?

Ha, wir sind in der Beziehung eine recht altmodische Familie! Während der Mann quasi der Hauptversorger ist, kümmert sich die Mutter um Kinder und Haushalt und den ganzen Rest. Allerdings arbeite ich permanent daran, die Kinder mehr und mehr an verschiedene Aufgaben im Haushalt heranzuführen, damit sie lernen, mitzuhelfen.

Wie handhabst du die Betreuung deiner Kinder? (Kita, Kindergarten, Babysitter etc.)

Als die Kinder kleiner waren, hatten wir von Zeit zu Zeit einen Babysitter. Oftmals sprangen aber auch die Großeltern, Tanten und Onkels ein und betreuten die Kinder bei Bedarf. Mittlerweile sind die Kinder in einem Alter, in dem wir sie unter Umständen auch 1-3 Stunden alleine lassen können – immer vorausgesetzt, dass wir in 30 Min. daheim sein können, falls ein Anruf über Handy käme.

Was war bisher die schwierigste Phase bei der Erziehung deiner Kinder?

Die hatten wir vielleicht noch gar nicht? Bisher empfanden wir keine Phase als besonders schwierig. Eher spannend.

Was macht dich auf deine Kinder stolz?

Ich bin stolz auf das Mitgefühl, das Gerechtigkeitsempfinden und die schier unbegrenzte Neugier auf das Leben.

Was ist das Wichtigste für dich in ihrer Erziehung? 

Für mich ist die Liebe das Wichtigste. Dass meine Kinder sich geborgen fühlen und mit allen Belangen zu mir kommen dürfen. Dass ich sie nicht weniger liebe, wenn ich auch mal über Unsinn verärgert bin oder schimpfe. Dass sie wissen, dass auch Erwachsene Fehler machen können, und Fehlermachen menschlich und verzeihbar ist. Dass sie lernen, ihren eigenen Gefühlen zu vertrauen und bei Unsicherheiten auf ihr Inneres zu hören.

Ich versuche ihnen das Gefühl zu geben, dass sie absolut richtig sind, wie sie sind.

Was war bisher die peinlichste Situation mit deinen Kindern?

Wir hatten einen Doppeltermin mit beiden Kindern beim Zahnarzt zur Kontrolle vereinbart, den ich beinahe übersehen hätte. Hektisch scheuchte ich die Kinder zum Zähneputzen ins Bad, verfrachtete sie anschließend ins Auto, und heizte was das Zeug hielt zur Zahnarztpraxis. Als wir schweißgebadet und mit mindestens 10 Minuten Verspätung in der Praxis ankamen, stellte sich heraus, dass ich mich in der Woche geirrt hatte, und besagter Termin erst eine Woche später ist.

Daraufhin stöhnte das Tochterkind laut, so dass es alle im Wartezimmer hören konnten: „Menno, jetzt haben wir ja völlig umsonst die Zähne geputzt!“.

Wenn deine Kinder für einen Tag das Bloggen übernehmen könnten, was würden sie uns erzählen?

Ich habe keine Ahnung – das wäre tatsächlich spannend!

Vereinbarkeit von Karriere und Familie – wie ist das in deinen Augen möglich?

Mit guter Planung und Betreuung ist es vermutlich möglich. Ich arbeite im heimischen Büro für meinen Mann – da kann ich wohl kaum mitreden.

Hättest du gerne mal ein Jahr lang frei? Was würdest du machen?

Es wäre gut möglich, dass ich im Grunde das Gleiche machen würde, wie jetzt auch. Ich versuche, jeden Tag mit der Familie zu genießen, Interessen nachzugehen und den Alltag am Laufen zu halten… wieso damit aufhören ?

Hätte ich einfach mal zwei Wochen frei, würde ich gerne mal alleine an die Nord- oder Ostsee fahren. Gedanken, Fotos und Spaziergänge machen. Und schlafen.

Wie würdest du einen perfekten Tag beschreiben?

Wenn ich Dinge erledigen konnte, nette Begegnungen hatte, viel gelacht und gut gegessen habe, die Kinder geküsst und meinen Mann überrascht habe… dann war der Tag wohl perfekt.

Letzter Familienausflug? 

Eine Fahrradtour mit anschließendem Besuch in der Eisdiele bei Traumwetter.

Letztes Wort deiner Kinder an dich vor dem Einschlafen?

„Träume süß von sauren Gurken“ und „ich hab‘ dich lieb“

Wenn du nur EINEN Erziehungsratschlag an werdende Eltern weitergeben dürftest, welcher wäre das?

Hört auch Euer Bauchgefühl und lasst Euch von anderen nicht verunsichern – man kann im Grunde keine schwerwiegenden Fehler machen, solange das Herz am rechten Fleck ist!

 

Und hier geht’s zu Papagenas Blog „Die Kunst, den Alltag zu feiern“ !

 

 

 

mamadarfalles

Author mamadarfalles

More posts by mamadarfalles

Leave a Reply