Ich bin eine Mama – Holt mich hier raus!

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Eine Mutter im Dschungelalltag

Hallo, ich bin Mara und ich bin eine waschechte Mama! Das zumindest kann ich behaupten, weil ich drei zauberhafte Kinder im Alter von 6, 8 und 12 Jahren habe. Zauberhaft sind sie in vielen Belangen, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll, sie sind zum Beispiel zauberhaft aktiv, zauberhaft interessiert an allem und jedem, vertreten zauberhaft laut und offen ihre Meinungen und Wünsche (vor allem zu Weihnachten), sind zauberhaft-ehrlich (frech) und vor allem sind sie zauberhaft ordentlich (aber eher nach dem Motto „das Genie überblickt das Chaos“).

Es gäbe so viele Ereignisse, die ich hier schildern könnte, aber ich denke, dass sich ein kleiner Einblick in meine täglichen Erlebnisse am besten durch die Beschreibung ihres 40qm großen Kinderzimmers bekommen lässt:

 

Dieses Zimmer, in dem alle drei schlafen und spielen, gleicht einem Dschungel, besser gesagt einem australischen Dschungelcamp. Um überhaupt erst mal Eintritt in dieses Pflanzenschutzgebiet zu bekommen, muss man sich durch Spielzeugautos, Holzeisenbahnen, „Bob der Baumeister“-Baumaschinen, „Bernd das Brot“-Kuschelviecher, Barbie-Puppen, Legotürme und Duplo-Gehege kämpfen.

Wenn man dann erst mal in der Mitte dieses Gewächshauses angekommen ist, gilt es sich auf die Suche nach den heißersehnten goldenen Sternen zu machen… in meinem Fall eher schmutzige Buntwäsche und Essenreste, die überall im Zimmer verteilt sein könnten. Schmutzige Hosen, Socken und Pullover hängen wie giftige Lianen von allen möglichen Gegenständen, wie z.B. Stühlen, Regalen und ja, auch Lampenschirmen.

Wenn ich es dann letztendlich geschafft habe an der drei Meter langen Plüsch-Schlange vorbei zu tänzeln ohne auf stachelige Seeigelförmige Legosteine zu treten oder auf keiner der ça tausend Murmeln auszurutschen und mir das Steißbein zu brechen, kann ich mir endlich die angepeilten leeren Puddingbecher in meinen Korb werfen und versuchen wohlbehütet auf dem selben Weg wieder aus dem Zimmer heraus zu gelangen. Ich muss dabei nur aufpassen nicht im Playmobilsumpf zu versinken… ähnlich wie bei Treibsand aus dem man sich aus eigener Kraft nicht mehr herauswinden kann. Nachdem ich es dann doch wieder mal geschafft habe ohne Knochenbrüche aus dem Kinderdschungel zu fliehen mache ich drei Kreuze und wende mich mit Freude wieder meinen häuslichen Tätigkeiten.

 

Man sagt ja gerne, Kinder seien wie ein Sack Flöhe, man kann sie einfach nicht für längere Zeit, was sage ich da, ich meinte natürlich für wenige Augenblicke ruhig und gesittet an ein und demselben Standort versammeln. Ja, das trifft wahrscheinlich für die meisten Kinder zu… nicht so allerding für meine drei „Süßen“, die verhalten sich nämlich wie ein Haufen wilder Brüllaffen, laut, energisch, zerzaust, wühlen gerne überall herum, am liebsten im Dreck. Ansonsten sind sie ja eigentlich richtige kleine Engel in Menschengestalt… naja also fast.

 

Und ja, ich weiß, ich weiß, viele werden sich jetzt denken, „warum räumt die denn das Zimmer ihrer Kinder nicht einfach mal auf “ Ich verspreche hiermit feierlich, dass ich es bereits versucht habe, mehrere Male, und leider großartig daran gescheitert bin.

Jedes mal nachdem mein Mann und ich das Zimmer (mit der Hilfe unserer Kinder) aufgeräumt haben, sah es dort drinnen keine 30Minuten später wieder aus wie im Affenhaus. Wir müssen das ganze wohl aussitzen bis unsere Kinder volljährig sind und ein eigenes Gefühl für Reinlichkeit bekommen… bis dahin werden wir das Zimmer einfach nur noch betreten, wenn es sich nicht vermeiden lässt… oder das Gesundheitsamt uns auf die Schliche kommt 😉

 

Oh ja, Mama-Sein ist nicht leicht, aber wie wir Gott sei Dank alle wissen, ist noch keine perfekte Mama vom Himmel gefallen… und erst recht kein perfekter Papa!

 

Aber falls der Himmel doch einmal über einem einzustürzen droht, kann man es den Affen immer noch gleichtun und einfach aus Leibeskräften

„ICH BIN EINE MAMA – HOLT MICH HIER RAUS !!!“

brüllen, vielleicht hilft es ja was… :)

 

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